Ein Lichtblick in einer dunkeln Zeit
Ein Lichtblick in einer dunkeln Zeit
Äthiopien wird zurzeit immer gebietsweise von heftigen Rebellenkämpfen erschüttert. Die ethnischen Konflikte werden in der Regel auf Kosten der einfachen Bevölkerung ausgetragen, die ihr Hab und Gute, oder im schlimmsten Fall auch Angehörige in blutigen Auseinandersetzungen verlieren. So erging es aus unserem Evangelisten Fekadu. Er musste mit seiner Frau und sieben Kindern fliehen, denn sie haben ihre Hütte mitsamt ihren Habseligkeiten durch Rebellenkämpfe verloren. Sie suchten Schutz auf einem Gemeindegelände, zusammen mit weiteren Flüchtlingen. Ihr Dach über dem Kopf bestand aus einer Plastikplane, die von Stöcken gespannt wurde. Aber anstatt sich nun auf die Suche nach einer festen Arbeit in Sicherheit zu machen, blieb Fekadu unserem Herrn treu und sagte sich: ‚Jetzt erst recht! Die Menschen brauchen Jesus, die geistliche Not ist groß. Viele sind traumatisiert und stehen dem Evangelium offen gegenüber.‘ So setzt Fekadu seinen Dienst für den Herrn auch unter schwierigen Bedingungen fort. In ihrer finanziellen Not konnten wir ihnen durch die Zuwendung lieber Paten eine Kuh mit ihrem Kalb zukommen lassen. Dies hat sie sehr berührt, denn es bietet ihnen gleich mehrere Möglichkeiten: Sie können die Jungtiere und die Milch verkaufen und die Kuh kann den Pflug für die Bestellung eines kleinen Stückchen Lands ziehen, so können sie etwas Gemüse anbauen. Die äthiopischen Kühe haben nicht viel mit unseren Deutschen Milch- und Fleischrassen gemeinsam, sie werden nicht annährend so groß. Aber glauben sie mir: Sie werden nun von ihren Besitzern gehegt und gepflegt, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil ihres Einkommens. Die Freude in den Gesichtern auf dem Foto scheint sich deutlich in Grenzen zu halten, innerlich aber haben sie gejubelt. Es ist nicht üblich in Äthiopien, seine Gefühle auf Fotos so stark zum Ausdruck zu bringen, gerade auf dem Land sind die Menschen es auch nicht gewohnt, fotografiert zu werden.